Viele Alleinerziehende, deren Kinder in Deutschland das größte Armutsrisiko tragen, können vom Kinderzuschlag der Bundesregierung nicht profitieren. Denn sie beziehen Unterhaltsleistungen, die ihnen in voller Höhe auf die Förderung angerechnet werden. Sandra Weber hatte sich mehr erhofft: Mit Hilfe des Kinderzuschlags wollte die alleinerziehende Mutter endlich raus aus Hartz IV. Denn darauf ist sie trotz eines Jobs angewiesen. 30 Stunden in der Woche arbeitet Sandra Weber als Arzthelferin. Ihr Gehalt reicht gerade für sie zum Leben, nicht aber noch für ihren dreijährigen Sohn. Hartz IV statt Kinderzuschlag Eltern wie Sandra Weber wollte die Regierung helfen. Sie sollten nicht dafür bestraft werden, dass sie Kinder haben und derentwegen auf Hartz IV angewiesen sein. Der Kinderzuschlag plus Wohngeld soll künftig mehr Geld in die Haushaltskassen einkommensschwacher Familien bringen. Doch ausgerechnet viele Alleinerziehende werden von dem Gesetz nicht profitieren können. Ihre Kinder beziehen Unterhalt beziehungsweise Unterhaltsvorschuss und den rechnet der Staat beim Kinderzuschlag an. In vielen Fällen bleibt dann am Ende weniger übrig als mit Hartz IV. So auch bei Sandra Weber. Sie bleibt in Hartz IV, obwohl sie das Leben mit Stütze gründlich satt hat. “Als Hartz IV-Empfängerin wird man abgestempelt, sitzt zu Hause auf dem Sofa und macht gar nichts.” Sie wolle aber nicht dem Staat auf der Tasche liegen, erklärt Weber und kann nicht verstehen, warum gerade Alleinerziehende
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